Fallberichte zu meinen KATZENPATIENTEN

Physiotherapie für Katzen - Fallberichte

Silva - 2-jährige Katze mit Radialislähmung infolge Autounfalls

Silva - 1,5 Wochen nach dem Autounfall

Im Sommer 2017 wurde die 2-jährige Freigänger-Katze Silva bei einem Autounfall schwer verletzt. Zum Glück hatte sie zwei menschliche Schutzengel, die sie im Straßengraben fanden und umgehend zu einer Tierarztpraxis brachten. Der behandelnde Tierarzt diagnostizierte bei Silva einen Bruch des Ober- und Unterkiefers, eine tiefgehende Risswunde an der rechten Vorderextremität, eine Radialislähmung der linken Vorderextremität infolge der traumatischen Einwirkung und zahlreiche Prellungen und Hämatome. 

 

Silva´s Kiefer wurde operativ gerichtet und zunächst mit Drähten fixiert, die Risswunde wurde genäht, außerdem wurde sie medikamentös versorgt. Wegen der gelähmten linken Vorderextremität wandte der Tierhalter sich an mich.

 

Die physiotherapeutische Befunderhebung

Silva: Radialislähmung der linken Vorderextremität

Bei der physiotherapeutischen Befundung 2,5 Wochen nach dem Autounfall zeigten sich mir folgende Symptome:

  • komplette Entlastung der linken Vorderxtremität
  • einknicken der Pfote ab dem linken Carpalgelenk (Vorderfußwurzelgelenk)
  • überköten = Auffußen mit dem Fußrücken bzw. seitliches Auffußen mit der Pfote
  • springt mit beiden Hinterextremitäten ab und setzt nur mit rechter Vorderextremität auf
  • linkes Carpalgelenk liegt im Liegen unkontrolliert und eingeknickt,
  • hochgradig verzögerter Flexorreflex
  • mittelgradige Muskelatrophie der Strecker und Beuger der linken Vorderextremität
  • bei der Palpation (Abtasten) schmerzempfindlich im Bereich caudale Brustwirbelsäule – Lendenwirbelsäule – Kreuzdarmbeingelenk (SIG)
  • Der Tierhalter berichtet, dass Silva beim Scharren in der Katzentoilette die linke Vorderextremität im Schultergelenk bewegt, ebenso beim Greifen nach Leckerlis = positive Zeichen!

 

Die physiotherapeutische Diagnose lautet aufgrund der tierärztlichen Untersuchung und meiner Befunderhebung: Plexus-brachialis-Läsion (Abriss des caudalen Anteils) mit Lähmung des Nervus radialis. 

 

Exkurs Plexus-brachialis-Läsion / Radialislähmung (Radialisparese)

Der Plexus brachialis ist ein Nervengeflecht des Armes. Die Nerven innervieren Muskeln, die für die Bewegung der Vorderextremitäten zuständig sind.

Bei einem vollständigen Riss des Plexus brachialis kommt es zu einer kompletten Lähmung der Vorderextremität. Bei einem Abriss des caudalen Anteils des Plexus brachialis kann die betroffene Vorderextremität nicht mehr belastet werden.

Ein dem Plexus brachialis entspringender Nerv ist der Nervus radialis. Sein Nervenzentrum liegt zwischen dem 6. Halswirbel (C6) und dem 2. Brustwirbel (Th2).

Durch einen traumatischen Einfluss – wie z. B. einem Autounfall mit frontaler Verletzung – kann der Nervus radialis beschädigt werden.

Ein für die Streckung des Carpalgelenks und der Zehen wichtiger Muskel, der Musculus triceps brachii, fällt durch den verletzten Nervus radialis aus.

 

Es zeigt sich folgende Symptomatik:

  • Ab dem Vorderfußwurzelgelenk ist die Vorderextremität schlaff gelähmt.
  • Bei jedem Versuch, aufzufußen, überkötet die Katze ihr Pfötchen.
  • Das Schulter- und Ellenbogengelenk befinden sich in dauernd gebeugter Haltung. Dies hat eine Kontraktion (Verkürzung) der Beugemuskeln und eine Atrophie (Rückbildung) der Streck- und Beugemuskeln zur Folge.
  • Je nach Schweregrad der Verletzung zeigen sich entsprechende Reaktionen auf neurologische Reflextests. So ist z. B. der Flexorreflex im Bereich der Vorderpfote gering- bis hochgradig verzögert bzw. liegt ein vollständiger Ausfall vor.

 

Zur Diagnose wird eine Anamnese und neurologische Untersuchung durchgeführt; weitere Möglichkeiten sind eine Computertomographie (CT), eine Myelographie (Röntgen mittels Kontrastmittel) und eine Magnetresonanztomographie (MRT).

 

Die Prognose richtet sich nach dem Schweregrad der Nervenschädigung und dem Beginn mit physiotherapeutischen Maßnahmen. Für die möglichst weitgehende bis vollständige Wiedererlangung der Bewegungsfähigkeit ist ein höchst frühzeitiger Start mit qualifizierter Physiotherapie enorm wichtig. Doch auch bei einem bereits länger zurückliegenden Trauma (mehr als 3 bis 6 Monate) ist nicht die Amputation der betroffenen Extremität das Maß aller Dinge. Auch in solchen Fällen kann mit Physiotherapie immer noch eine Verbesserung des Beschwerdebildes erzielt werden.

 

Denn trotz der Schwere der Verletzung - die gute Nachricht ist: Nervenzellen können regenerieren!

 

Die physiotherapeutische Behandlung

Silva bei der AmpliVet® Elektrotherapie

Der physiotherapeutische Behandlungsplan für Silva sah nun wie folgt aus:

Silva wurde von mir drei Mal wöchentlich physiotherapeutisch behandelt.

Parallel dazu erhielt der Tierhalter ein Trainingsprogramm für zuhause, welches täglich durchgeführt werden sollte.

 

In meiner Praxis behandelte ich Silva mit Massagen (manuelle Massage, Bürsten- und Igelballmassge), weiterhin wendete ich passive Bewegungen aller Gelenke der linken Vorderextremität in Flexion und Extension (Beugung und Streckung) und in Form von Dehnungen an. Außerdem führte ich eine spezielle Behandlung nach neurophysiologischen Aspekten durch.

 

Neben den manuellen Behandlungen kamen mit dem AmpliVet synchro® und dem Novafon® auch Geräte zum Einsatz. Das AmpliVet synchro® arbeitet mit moduliertem Mittelfrequenzstrom und kann Nervenfasern, Muskelfasern und Bindegewebe regenerieren. Das Schallwellengerät Novafon® kann Schmerzen reduzieren und sensomotorische Störungen positiv beeinflussen.

 

Ganz wichtig war, dass Silva aktiv ihre linke Vorderextremität in alle physiologisch möglichen Richtungen bewegt. Der Tierhalter erhielt von mir Anleitungen, Silva zu motivieren, im Schritttempo über Hürden zu gehen und mit der linken Vorderextremität nach Leckerlis zu pföteln und zu greifen. Außerdem setzten wir Clickertraining ein mit dem Ziel, dass Silva insbesondere ihre linke Vorderextremität immer wieder streckt und beugt und mit ihr auffußt.

 

Der Verlauf

Silva streckt wieder vollständig ihre linke Vorderextremität

Vorab sei gesagt, dass Silva sich die Behandlungen sehr gut gefallen ließ. Die passive Bewegungstherapie machte sie ganz lieb mit, bei der Elektrotherapie schlummerte sie oft ein und auch die Schallwellentherapie genoss sie. Die aktive Bewegungstherapie, die der Tierhalter täglich bei sich zuhause mit Silva durchführte, machte ihr richtig Spaß. Der Tierhalter und ich waren uns sicher: Silva spürt, was ihr gut tut und dass wir ihr helfen wollen.

 

Parallel zur Physiotherapie wurde Silva regelmäßig dem Tierarzt vorgestellt. Ihr Kieferbruch verheilte gut, so dass die Drähte im Kiefer bald gezogen werden konnten. Auch die Risswunde an der rechten Vorderextremität war gut verheilt und die Medikation konnte eingestellt werden.

 

Nach 3,5 Wochen Physiotherapie bekam ich vom Tierhalter die Nachricht „Silva hat soeben erste vorsichtige Schritte auf dem linken Fuß gemacht.“ Eine wunderbare Nachricht, die mir zeigte: Wir sind auf dem richtigen Weg und Silva hat eine gute Prognose, ihre linke Vorderextremität bald wieder vollständig bewegen und belasten zu können.

 

Einen Tag nach diesen ersten vorsichtigen Schritten passierte Folgendes: Silva warf sich ganz plötzlich auf den Boden auf ihren Rücken, fauchte und schrie ganz fürchterlich und zuckte am ganzen Körper, insbesondere mit der linken Vorderextremität. Dieser „Anfall“ dauerte etwa 30 Sekunden. Bei der nächsten Visite war Silvas linkes Ellenbogengelenk auffallend berührungsempfindlich, passives Bewegen durchzuführen war nicht möglich. Silva bekam aufgrund des „Anfalls“ und der Schmerzen im Bereich des Ellenbogengelenks von mir zwei homöopathische Mittel verordnet. Mit dem AmpliVet® führte ich ein spezielles Schmerzprogramm durch.

 

Drei Tage später konnten wir beobachten, wie Silva nun immer häufiger kurzzeitig und teilweise komplett mit ihrer linken Vorderextremität auftrat. Der Flexorreflex war inzwischen nur noch geringgradig verzögert.

Der Tierhalter und ich therapierten Silva regelmäßig weiter wie gehabt.

 

Silva wieder auf Freigang ... :-)

Silva bei ihrem 1. Freigang nach dem Autounfall

Rund zwei Wochen später war Silva so weit, nun bei jedem (!) Schritt mit der linken Vorderextremität auffußen zu können. Einzig im Sitzen vor ihrem Futternapf hob sie die linke Vorderextremität noch an; wir nahmen an, dass Silva sich die gebeugte Haltung des linken Vorderlaufs angewöhnt hatte. Doch am Abend nach dieser Physiotherapieeinheit überraschte Silva uns erneut: Der Tierhalter teilte mir mit, dass Silva abends „zum ersten Mal auf allen Vieren stehend gefressen hat.“

 

Am folgenden Wochenende stand ein bedeutendes Ereignis bevor: Silva sollte zum ersten Mal nach ihrem Autounfall wieder ins Freie dürfen – in ihren geliebten Garten und die angrenzenden Felder. Und – es ging alles gut; anfangs war Silva noch etwas scheu, aber dann verschwand sie schnell hinter den Sträuchern. Von nun an durfte Silva wieder jeden Tag nach draußen und sie dankte es ihrem Herrchen, indem sie fleißig eine Maus nach der anderen zu Hause ablieferte.

Danksagung & Perspektive

Silva - wieder gesund, glücklich und zufrieden

Ich danke Silva´s Herrchen und Silva von ganzem Herzen für ihr Vertrauen in mich und meine Therapien, ebenso für ihre unermüdliche Geduld und Motivation, immer daran zu glauben, dass Silva sich eines Tages wieder ganz normal bewegen kann. Ganz besonders danke ich der Dame, bei der Silva in Pflege war, bevor sie zu ihrem Herrchen kam. Diese Dame wusste von der Möglichkeit der physiotherapeutischen Behandlung und hat den Kontakt zwischen Silvas Herrchen und mir vermittelt; daher gebührt auch ihr ein bedeutsamer Anteil an Silvas Genesung.

 

Mein Wunsch ist, dass diese Fallschilderung auch anderen Katzen, und natürlich ebenso Hunden, mit einer Plexus-brachialis-Läsion bzw. Radialislähmung, helfen wird. Die Physiotherapie kann bei dieser neurologischen Erkrankung wertvolle Hilfe leisten. Wichtig ist: Die Tierhalter und Tierärzte wissen um diese Möglichkeit, und die Physiotherapie beginnt zeitnah nach dem Trauma. 

Nola - ein Katzenbaby mit Schwimmer-Syndrom (Flat Puppy Syndrome)

Nola - British Kurzhaar-Katzenbaby mit Schwimmer-Syndrom

Im Herbst 2017 kam eine Tierhalterin mit einem 4 Wochen jungen British Kurzhaar Katzenbaby in meine Praxis. Die kleine Nola war eines von drei Geschwistern, zwei waren leider kurz nach der Geburt gestorben. Nola´s Entwicklung war zunächst scheinbar normal. Doch in der 2. bis 3. Lebenswoche erkannte die Tierhalterin, dass Nola offensichtlich Probleme im Bewegungsapparat hat.

Obwohl die Bewegungen in den ersten Lebenswochen noch ungeschickt erscheinen, können Katzenbabys sich ab etwa dem 17. Lebenstag auf allen Vieren fortbewegen und ab dem 25. Tag, also zwischen der 3. und 4., Woche richtig laufen.

Nicht so Nola. 

Die physiotherapeutische Befunderhebung

Mit ihren Vorderextremitäten stand Nola aufrecht, doch dies funktionierte nicht mit ihren Hinterextremitäten. Sie befanden sich in einer Froschhaltung, also nach hinten ausgestreckt. Nola versuchte immer wieder, ihre Hinterextremitäten zum Körper in Richtung Bauch zu ziehen, doch sie rutschte bei jedem Versuch nach hinten weg.

 

Bei der Befunderhebung stellte ich fest, dass ihre Reflexe in Ordnung waren. Der Flexorreflex, der Stellreflex und die Sensibilität der Hinterextremitäten und der Kopfnerven waren ohne Befund. Vom Verhalten her war Nola geistig wach und aufmerksam, sie krabbelte umher, putzte sich, fuhr die Krallen aus und konnte schon fauchen „wie eine Große“. Die Tierhalterin berichtete außerdem, dass Nola sich beim Schlafen von selbst auf die Seite legt.

Da nach dem Bericht der Tierhalterin gegenüber dem Tierarzt keine weiterführende Untersuchung bei Nola durchgeführt wurde und es somit keine tierärztliche Diagnose gab, konnte ich aufgrund der gesamten Befunderhebung nur eine Verdachts-Diagnose stellen:

Nola hat das Schwimmer-Syndrom, auch Flat Puppy Syndrome genannt. 

Exkurs Schwimmer-Syndrom (Flat Puppy Syndrome)

Das Schwimmer-Syndrom ist eine Symptomatik, die bei Hundewelpen und Katzenbabys im Alter von 10 bis 16 Tagen auftreten kann. Eine genaue Ursache ist nicht bekannt, vermutet werden laut Tierärzten und Fachliteratur eine genetisch bedingte Entwicklungsstörung der Nervenfunktion, aber auch eine ungünstige Haltung auf rutschigem Boden und eine zu schnelle Gewichtszunahme. Alle Hunde- und Katzenrassen können vom Schwimmer-Syndrom betroffen sein, vermehrt jedoch kurznasige (sogenannte brachizephale) Hunderassen wie Boxer, kleine Hunde wie der Dackel, Hunde mit kurzen Beinen und breitem Brustkorb wie die Englische Bulldogge, aber auch Irish Setter, Cocker Spaniel, Berner Sennenhund und bei Katzen z. B. die British Kurzhaar.

 

Nola - tägliches Training macht müde.

Symptomatik

 

Wenn die betroffenen Welpen und Kitten mit dem Laufen beginnen, kommen sie – im wahrsten Sinne des Wortes – nicht auf die Beine. Sie sind nicht in der Lage, ihre Extremitäten aufzustellen und sich gehend fortzubewegen. Beim Versuch sich aufzustellen, rudern sie im Liegen mit den Extremitäten herum und rutschen immer wieder nach hinten weg und liegen wie ein Frosch mit abgespreizten Gliedmaßen flach auf Bauch („flat puppy“).

 

Es können sowohl nur die Vorderextremitäten als auch nur die Hinterextremitäten und auch alle vier Extremitäten betroffen sein.

Wird nichts unternommen, deformiert durch die andauernde Bauchlage der Brustkorb, an den Hinterextremitäten luxiert aufgrund der abgespreizten Haltung die Kniescheibe (Patella) aus ihrer Furche und es kommt zu einer Deformierung aller Gelenke. Als weitere Folge können Atemprobleme und eine bronchiale Lungenentzündung auftreten. 

 

Die physiotherapeutische Behandlung und unterstützende Maßnahmen

Ein frühzeitiges Erkennen der Symptomatik ist oberstes Gebot. Wird umgehend mit intensiven physiotherapeutischen Maßnahmen begonnen, sind die Aussichten auf eine vollständige Heilung ohne bleibende Schäden sehr gut. Etwaige Möglichkeiten tierphysiotherapeutischer Behandlungen sind: 

 

  • Massage:

tonisierende Massage an den betroffenen Extremitäten mehrmals täglich

detonisierende Massage der gesunden, überlasteten Muskelpartien

 

  • Passives Bewegungstraining:

Bewegung der Gelenke der betroffenen Extremitäten mehrmals täglich in Flexion und Extension

Dehnung der Muskulatur der Vorder- und Hinterextremitäten mehrmals täglich.

 

  • Aktives Bewegungstraining:

Unterstütztes Gehen: das Tierbaby immer wieder auf die Beine stellen und mit den Händen unterstützte Fortbewegung der betroffenen Extremitäten in physiologische Richtung

Hürdentraining: Hindernisse aus zum Beispiel aufgerollten Handtüchern im Abstand von 1,5 Tierlängen auf den Boden legen und das Tierbaby motivieren, über diese Hindernisse zu steigen

 

  • Training im Unterwasserlaufband:

Gehgestütztes Laufen im Unterwasserlaufband zum Trainieren der Gelenkbeweglichkeit und zum Muskelaufbau

 

Darüber hinaus ist für einen rutschfesten Untergrund und bei übergewichtigen Tierbabys für eine vorsichtige Gewichtsreduktion zu sorgen. Schlafen die Babys auf dem Bauch, lagert man sie in Seitenlage, um den Brustkorb zu entlasten.

 

Vitamin B, E und Selen können zur Aktivierung des Muskelstoffwechsels gegeben werden.

 

Begleitend zur Physiotherapie kann das passend gewählte homöopathische Arzneimittel (nach den Regeln der klassischen Homöopathie) die Entwicklung günstig beeinflussen.

 

Der Verlauf

Nola und ihre Mama

 

Im Anschluss an die Befunderhebung bekam Nola von mir Massage sowie passives und aktives Bewegungstraining. Da die Tierhalterin eine 40-minütige Anfahrt zu meiner Praxis hatte und ihr mit Nola und deren Katzenmutter nicht tagtäglich die lange Fahrtzeit zugemutet werden konnte, gab ich der Tierhalterin genaue Anleitungen, wie sie Nola zuhause täglich weiterbehandeln sollte. Das Heimtraining bestand aus 4-5x täglich Massagen, passivem Bewegungstraining und aktivem, gehgestützten Training. 

 

Darüber hinaus verordnete ich ein homöopathisches Mittel für Nola, welches ich nach den Regeln der klassischen Homöopathie ausgewertet hatte. 

Wie ging es weiter?

 

Acht Tage nach der Befunderhebung – Nola war inzwischen 5 Wochen alt – bekam ich von der Tierhalterin eine erste Rückmeldung nebst Video. Sie teilte mir mit, dass Nola agiler geworden ist und durch das tägliche Trainingsprogramm zeitweise beide Hinterextremitäten sowohl im Stehen als auch im Sitzen in normaler Haltung positioniert und immer wieder versucht, aufzustehen.

Wir verblieben so, dass die Tierhalterin weiterhin täglich mit Nola trainiert und ihr das homöopathische Mittel vorerst wie bisher täglich verabreicht. 

 

Nola macht weiter Fortschritte

 

Nach einer weiteren Woche teilte die Tierhalterin mir mit, dass sich die kleine Nola, nun 6 Wochen alt, „super macht“ und sie diese Entwicklung nicht für möglich gehalten hätte.

 

Es verging ein Monat bis zur nächsten Rückmeldung - eine absolut positive! Die Tierhalterin berichtete, dass es der nun fast 3 Monate alten Nola "sehr gut" geht und sie "alles nachholt, was sie in den ersten Wochen verpasst hat" und "man ihr nichts mehr anmerkt. Sie läuft auf dem Laminat, geht Treppen und springt durch die Gegend". Ein Video untermauerte diese positive Entwicklung. 

 

Danksagung und Perspektive

Nola - 4 Monate jung und glücklich

Ich bin Nola´s Frauchen sehr dankbar, dass sie ihrem Gefühl vertraut hat und Nola´s Steh- und Gehversuche im Alter von 2 - 3 Wochen nicht als „normalen“ Entwicklungsstand angesehen hat, „der sich noch legt“.

 

Das Schwimmer-Syndrom ist eine ernstzunehmende Symptomatik. 

Das Beschwerdebild weist ganz spezifische Symptome auf, die es zu erkennen und frühzeitig physiotherapeutisch zu behandeln gilt. Dann haben die Tierbabys beste Chancen, ein ganz normales, aktives Leben zu führen.

 

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